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Präsidentschaft des „Baltic University Programme“

Präsidentschaft des „Baltic University Programme“

Die Hochschule Zittau/Görlitz ist seit 2003 Mitglied in dem weltweit größten Netzwerk für Höhere Bildung „Baltic University Programme“, kurz BUP. Die Hauptthemen sind nachhaltige Entwicklung, Umweltschutz und Demokratie in der Ostseeregion.

Gegründet wurde das BUP 1991 an der schwedischen Universität Uppsala (eine der weltweit renommiertesten Universitäten) von Prof. Dr. Lars Rydén. Er hatte die Vision, dass nach dem Ende des “Kalten Krieges” junge Menschen aus den Ländern im Einzugsgebiet der Ostsee gemeinsam an Lösungen regionaler Probleme arbeiten sollten. Und das trotz unterschiedlicher Sprache, Kultur und Religion. Die Ostsee gilt als das am meisten verschmutzte und belastete Meer überhaupt.

Die HSZG und das BUP

Unsere Hochschule ist seit 2003 Mitglied im BUP. Ihm gehören mittlerweile etwa 80 universitäre Einrichtungen und mehr als 200 Partner aus dem Bereich der Höheren Bildung an. Partnerländer sind neben Schweden und Deutschland, Finnland, Dänemark, Polen, die Baltischen Staaten, Belarus (Weißrussland), Tschechien, die Ukraine sowie Kaliningrad und St. Petersburg. Jedes Mitgliedsland verfügt über ein nationales BUP-Zentrum. Das deutsche Zentrum ist an unserer Hochschule angesiedelt und wird vom Centre-Director Prof. Dr. Bernd Delakowitz geleitet. Die zahlreichen Forschungsaktivitäten des BUP werden von unserem langjährigen Partner und Honorarprofessor, Prof. Dr. habil. Walter Leal, von der HAW Hamburg koordiniert.

Das BUP bietet den Studierenden der Mitgliedseinrichtungen umfangreiche Lehrangebote und Materialien in englischer Sprache an. Unter anderem zu den Themen “Nachhaltige Entwicklung”, “Umwelt- und Biosphärenschutz”, “Gewässerschutzmanagement”, “Ressourcen- und Energieeffizienz”, “Nachhaltiger Tourismus” sowie “Urbane Entwicklung”. Es werden regelmässig studentische Konferenzen sowie Summer Schools, aber auch Fortbildungen für Lehrende (“Teacher´s Conferences”) organisiert.

Mit dem „Baltic University Programme“ auf (Segel-)Tour

Ein Highlight sind die jährlichen Segeltouren (“Sails”) mit dafür gecharterten größeren Segelschiffen. Dafür können sich jeweils etwa 50-60 Studierende bewerben. Für alle Angebote können Leistungspunkte (ECTS) erworben werden. Diese können mit dem jeweiligen Studium verrechnet werden. Vom 4. bis zum 18. September findet der nächste Segeltörn an Bord des Segelschiffes Frederic Chopin statt.

Besonders attraktiv für die Studierenden ist, dass die Teilnahme an den Veranstaltungen meist kostenlos erfolgt. Unterkünfte sowie Verpflegungen werden vom BUP bzw. den Partnerhochschulen getragen. Somit ein attraktives Angebot für Studierende.

Die Präsidentschaft des „Baltic University Programme“ rotiert und wird im ersten Halbjahr 2018 von Deutschland und damit im Wesentlichen von der Hochschule Zittau/Görlitz getragen.

Eine besondere Anerkennung

Im Abstand von drei Jahren erfolgen Treffen aller Rektoren der BUP-Hochschulen und der Partner. Vom 24. bis 26. Januar 2018 fand die 5. Rektorenkonferenz an der Universität Turku in Finnland statt. Die Zittauer Delegation bestand aus unserem Rektor Prof. Dr. Friedrich Albrecht sowie Prof. Delakowitz, Dipl.-Ing. Markus Will (der sich seit vielen Jahren sehr aktiv im BUP engagiert) und den beiden Studierenden vom Studiengang Ökologie und Umweltschutz Mirjam Weituschat und Jacob Fenner. Die beiden Studierenden haben bereits an mehreren Veranstaltungen des BUP teilgenommen. Unter anderem auch am Segeltörn 2017.

Eine besondere Ehre ist, dass die zwei Studierenden vom BUP-Sekretariat in Uppsala persönlich eingeladen wurden, um auf der Konferenz gemeinsam mit anderen Studierenden ihre Eindrücke über das BUP den anwesenden Rektoren zu erläutern. Ebenfalls als eine Anerkennung unseres langjährigen Engagements darf die Übertragung der Leitung eines Workshops zum Thema Bildung im 21. Jahrhundert auf unseren Rektor gesehen werden. Anschließend hatte Prof. Delakowitz die Möglichkeit, die für Ende Mai geplante internationale studentische Konferenz in Zittau zum Thema “Resource and Energy Efficiency in Production and Transport” vorzustellen. Außerdem kündigte er den diesjährigen Summer Course in Hamburg zum Thema “Circular Economy” an.

Schließlich kehrten alle Teilnehmer mit dem Eindruck zurück, dass die Rektorenkonferenz äußerst informativ und außerordentlich erfolgreich und motivierend war.

Kontakt

Prof. Dr. rer. nat. Bernd Delakowitz
Direktor Inst. für Ökologie und Umweltschutz
Centre Director Germany – The Baltic University Programme (BUP)
Tel.: 03583 612-4751
E-mail: b.delakowitz@hszg.de